Lieder 1 & 2:
I trinke schtiu es Tee
Begegnung: "Bewerten"
Im Kontext der Achtsamkeits-Übung gilt das "Bewerten" als eine Funktion des Gefühls und, wie ein Meditationslehrer sagte: Kein Gefühl ist es nicht wert achtsam erlebt zu werden." Das Gefühl "bewertet" unser Erleben als angenehm, unangenehm oder neutral. Die Gefühle, also die Gefühlsbewertung unseres Erlebens frei fliessen zu lassen, ist ein wesentlicher und wichtiger Aspekt unserer körperlich-seelisch-geistigen Gesundheit.
Wenn wir diese Form des Bewertens ablehnen und unterdrücken, dann lehnen wir unser Fühlen ab und unterdrücken es. Erst diese Ablehnung und Unterdrückung ist die nicht hilfreiche Form des "Bewertens", die wir - wenn möglich - vermeiden und überwinden sollten. Im Kontext unserer Übung stellt dies bereits eine "Reaktion" auf das Gefühl dar.
Es ist also sehr hilfreich, die klarbewusste Unterscheidung zwischen "Gefühl" und "Reaktion" einzuüben, um einerseits das Gefühlserleben nicht zu unterdrücken und andererseits nicht hilfreiche emotionale Reaktionen (Geisteszustände) zu vermeiden und zu überwinden, sowie hilfreiche Geisteszustände zu entfalten und aufrecht-zuerhalten.
Zum Thema hier zwei "Satipatthana-Notizen":
Lieder 3 & 4:
Ds Härz lääre
Nur geliehen
