japanische versform in drei zeilen zu jeweils 5, dann 7, dann wieder 5 silben
meine verse entstanden ab dem jahr 2009 im alltag und in besinnungswochen
die fotos habe ich 2024 den versen zugeordnet
lass die verse und bilder in ruhe auf dich einwirken
reflektiere sie auf dich und dein leben bezogen
und fühle in dir nach was dein herz dir dazu sagt
sitzen in stille
gedankenbilder wandern
es ruht der wille
das kissen ist leer
fische schwimmen und sehen
die höhle im meer
einer der als licht
der welt wie ein erwachter
für die wahrheit ficht
wandlungen wandeln
verwandeln dieses in das
loslassen was war
dunkel innen und
aussen laut und hektisch das
sein in raum und zeit
stille und präsenz
ruhelos und nirgendwo
friede und freiheit
fauchende katze
einerseits andererseits
schnurrendes kätzchen
sorgenvoller bauch
freudige erleichterung
nach freier rede
rauch steigt aus dem wald
alpen und morgensonne
sitzen beim denk mal
müde wenig schlaf
sonnenstrahlen auf der haut
warm und geborgen
ferne schneeberge
künden winterkälte an
noch ist's wonnig warm
rinder grasen hier
fliegen belästigen sie
ich rieche den tod
kuhglockenstille
umgibt schweigend übende
frieden und freiheit
kreisender milan
unter dem blauen himmel
pflügender bauer
tage wie diese
stille und präsenz mit herz
freundschaft mit allen
die alten wandern
am leben sich erfreuend
durch den herbst des seins
gitarre spielen
musizieren und singen
in harmonie sein
altenheimmutter
psychosezuhörender
besucherseiend
haus der besinnung dicken
retreat gedanken
bei körper und geist
übend den direkten weg
satipatthana
achtsam wissensklar
denken sprechen und handeln
in der gegenwart
angekommen hier
und jetzt üben zu bleiben
in der gegenwart
wissensklar und achtsam
einatmen und ausatmen
in der gegenwart
am schreibtisch sitzen
verse formend erleben
geistesgegenwart
gesprächszeit beim tee
unterbrechend das schweigen
reflektieren wir
in gedanken noch
doch schon wird name zu form
und form zu leerheit
im haus ist es kalt
wirklichkeitsverankerung
in der leere form
nachtruhe vom tag
genesen und erwachen
im herzen lächeln
beim körper weilen
die achtsamkeit verankern
der kälte trotzen
gespräche sprechen
von gestillten schweigenden
hörende hören
gereifte dienen
reifende werden bedient
beide sind selbstlos
marienkäfer
sich wärmend an der lampe
im haus im winter
achtsame soheit
trifft unachtsame soheit
beide sind soheit
goldmund morgenstund
mit dir schliess ich einen bund
der mich macht gesund
frühstück magenglück
energetisch weckamin
körperachtsamkeit
im umkreis berge
nach der langen wanderung
schönes und wahres
den mittleren weg
gehen geniessen sehen
verstehend seiend
stille gestilltheit
freudiges interesse
nahrung für den geist
von einem rückzug
in das zentrum des zyklons
spreche ich zu dir
stille und präsenz
leben auf dem weg mit herz
führt in den zyklon
mutig im zyklon
das chaos beobachten
das sich ordnende
durch freude gestillt
in gleichmut stehen sehen
das licht im auge
die anderen wir
sind wir für die anderen
also sind wir wir
einfügen leben
annehmen respektieren
gleichbleibend mutig
freude macht mutig
gleichbleibend mutig und froh
mit gestilltem geist
lehrend lernender
des mittleren weges sein
ein reiches erbe
auge des zyklons
zeichen geistiger sammlung
meditation
ordnung im chaos
zeichen geistiger einsicht
und verwirklichung
nur dukkha entsteht
wo irgendetwas entsteht
nur dukkha vergeht
nur dukkha vergeht
wo irgendetwas vergeht
nur dukkha entsteht
sonniger morgen
frei von kummer und sorgen
langsam vergehen
gruppenerleben
individuen streben
lebendig sterben
tod überwinden
friede und freiheit finden
von hier gehen wir
vom sitzkissen zur
alltagsmeditation
soheit hier und jetzt
die menschen lieben
wie sie scheinen oder sind
fesseln überwind
erst der befreite
bleibt frei von aufgeregtheit
und frei vom reizdarm
schönes und wahres
erleben erfahren im
geiste bewahren
der letzte morgen
tiefe stille und präsenz
friede im herzen
dukkha und soheit
synonyme begriffe
eine wirklichkeit
abschied vom retreat
achtsam und bewusstseinsklar
das fahrenlassen
segnend die menschen
häuser dorf und umgebung
ich ziehe weiter
haus der besinnung
still und leer stehst du bald da
befreit vom menschen
entfernen was war
ein letztes atmen im haus
dann ziehe ich aus
dankbar im herzen
frei von trauer und schmerzen
durch wahrheitseinsicht
tanzende tannen
mit wind in ihren segeln
wogen durch den wald
tanzende tannen
windiges gesellentum
rauschende nächte
wandererleben
erbe des reinen landes
wanderersterben
wünsche und sorgen
verhinderte ekstase
weisheit wo bist du?
beregnetes land
durchnässter lachender mensch
gesegnete hand
wortlos erleben
lethargie und ungeduld
überwindendes
sich einsammelnder
achtsam und bewusstseinsklar
geistherz stillender
lebendiger schmerz
die wirbelsäule ist tot
leidfrei von leiden
der daseinsgruppen
erkennendes erleben
die erste wahrheit
gestilltes denken
emotionale ruhe
konzentration
weinrebenblätter
farbenfrohe vorboten
nebelregentag
neunzehnhundertsiebzig watt
zehn jahre danach
selbstlos leidend vergehen
der innere weg
glücklich selbstlos vergehen
der innere weg
regenwindkälte
melancholische ruhe
stiller saunatag
abendgewahrsein
die katzen machen müffchen
stille wachsamkeit
tagesdüsternis
tote nacht im wachzustand
schreibende notdurft
lange weile ich
ohne wort am sprachenort
unsagbar fühlend
die nacht ergiesst sich
in verdampfende tropfen
und bildet wolken
sonnen strahlen in
unbeständige welten
mit ihnen sterbend
schneeflocken fallen
schwer und lautlos vom himmel
sich vereinigend
sonnenwanderung
sinnlosigkeitsgedanken
eisundschneeschmelze
leiden am leiden
überwindend vermeiden
und leidfrei leiden
psychosemutter
wolkenwändeverschwörung
altenheimgeister
mitfühlend leiden
reich an erbgut dieser art
nicht zu beneiden
sitzen und staunen
sinneseindrücke fühlen
unmittelbar frei
singend und spielend
friedenskriege begraben
improvisorisch
regentropfenlied
wolkenhimmeldüsternis
stubenofenwarm
konzentration
ein- und austamungswonne
körperempfindung
auf- und abgehen
heben tragen absetzen
alles ist im fluss
durch die dunkle nacht
leidenschaft die leiden schafft
betäubend machtlos
unbegrenztes sein
fragmente ohne ende
ein zwischenwerden
verlangen nach halt
todestrieboffenbarung
halt auf verlangen
stiller suchender
in schreiender dunkler nacht
licht und leichtigkeit
der gott ist das licht
die schattenverurteilung
das sterben des lichts
schneeflocken fallen
wie gefühl und gedanke
und der körper ruht
abend suppe brot
wärme kraft für nachtarbeit
essen und schweigen
bruderherz berührt
die wunde der dunklen nacht
heilend schmerz und schmach
entspanntes körperfühlen
dem tag vertrauen
beglückender gast
meditativ erleben
achtsam begegnen
sonnentagaktiv
arbeitsmeditation
herzenseinigung
herbstlich dürres laub
die gemeinschaft im einsatz
körperachtsamkeit
morgendämmerung
gewaltige eiszapfen
stille schneedecke
ein- und ausatmen
wirklichkeitsverankerung
einsicht loslassen
einsichtig weise
ethisch verantwortungsvoll
geistig konzentriert
langer schmaler pfad
links abgründe rechts mauern
im herzen das ziel
der pfad des sehens
nichtbegrifflich begreifen
ohne ergreifen
sonnenscheinwärme
durch die haut eingesogen
gemütserhellend
ruhige präsenz
entstanden und vergehend
mitfühlendes herz
kommen und gehen
kein stopp kein anhalt kein halt
keine gegenwart
im fluss frei fliessen
substanzlos energetisch
kernlos ichlos leer
rechte anstrengung
geistig aufrechterhalten
ist echte arbeit
schlafen und träumen
von wurzelraum und bäumen
einsicht versäumen
zeiten des gesprächs
unterbrechen die stille
und spenden ruhe
die sonne steigt auf
klarheit über schnee und eis
wärme löst starres
in der sonnenglut
sich lösend von dachrinnen
fallen eiszapfen
der mittlere tag
pfad und nichtpfad erkennen
der mittlere weg
sehendes wissen
nichtsehende verblendung
wissen erkennt wahn
im stillehalten
geist sich entfalten lassen
wirken der präsenz
leiden ertragen
mutig erkennen wagen
leiden sein lassen
leben und sterben
nicht dies nicht das ergreifen
fliessend erleben
auf rossen fliegen
in angst vor dem kleinen tod
die stille fliehen
fliegen und fallen
von der befreiung lallen
fliehen vor allem
wissender kontakt
hinwendung frei von hangen
ohne zweiten pfeil
ablehnung ist nicht lösung
widerstand hält fest
gedanken kreisen
vögel fliegen am himmel
der wurm kriecht im staub
die fliege putzt sich
körperpflege am morgen
instinkt und vernunft
erwachend sehen
den weg der mitte gehen
leitplanken schonen
sonnenschneeglitzern
sonnenaufgangserschaudern
sonnenbeglückung
liegestuhlsitzen
sonnenwärmeachtsamkeit
elementwandel
aufbruch und abschied
scheidende und bleibender
noch sind alle da
nach der anstrengung
ruhe des letzten tages
gelassenheitsgeist
bleibender fühlt mit
gehenden in erwartung
des ankommenden
gemeinschaftswandlung
menschen gehen und kommen
dankbar willkommen
aufbruch und ankunft
einige stunden pause
nachher und vorher
aktiv zuhören
das was bewegt bewegen
empathisch sprechen
neubeginn zu zweit
erwartungen loslassen
geschehen lassen
rechte anstrengung
sammlung aufrechterhalten
selbstlos erleben
gleichmass erleben
ausgewogen erwägen
harmonischer geist
sonnenuntergang
unentschiedenes zwielicht
abenddämmerung
das warten fühlen
in der spannung des körpers
lebensenergie
den tag beenden
abendmeditation
befriedeter geist
achtsam einschlafen
achtsam träumen im ruhen
achtsam erwachen
ruhe des körpers
harmonie der gefühle
freiheit des geistes
bewusstsein im schlaf
träumt von erwachendem geist
und erwacht ins sein
unruhiger geist
nachtwandelt in den morgen
der körper vibriert
wolkenverhangen
ein wenig himmelblau hier
dort ein sonnenstrahl
dem tag begegnen
in die übung eintreten
frieden verströmen
der winterfrühling
vogelstimmen lächeln zart
mir ins herz hinein
oh sonnenwonne!
bald schon wirst du glühend heiss
wie feuer brennen
jetzt nicht nein nicht jetzt
bloss zukunftsmelodien
ohne gegenwart
jetzt scheinst du gnädig
wohlig warm und angenehm
und ich fühl dich gern
den körper gepflegt
und ernährt bereitet dem
geist zum tagewerk
jede vorstellung
des weges fahren lassen
sitzen und staunen
die absicht bildet
den start zur aktivität
erwäge weise
am ende der macht
die kapitulation
gleichmutserkenntnis
unbeständigkeit
entstehen und vergehen
leiden um leiden
unvollkommenheit
du nimmst sie nicht persönlich
sie ist was sie ist
statt menschenware
grundeinkommen für alle
wahre menschlichkeit
gefühlsgewichte
statt stemmen liegen lassen
den raum verlassen
dem herzen nahe
erkanntes wahnerleben
wahrheitswahrnehmung
fühlend nachfühlen
den gefühlen nachspüren
da war doch was oder?
leere begriffe
versuchen zu ergreifen
was ohne substanz
leben tritt heran
maler herz malt wunderlich
nicht verwunderlich
die inhaftierten
gedanken und gefühle
revoltieren jetzt
schon brechen sie aus
befreien sich zum leben
niemand hindert sie
sie werden zur tat
werden tatsächlich wirklich
und alles ist gut
frei von scham und angst
o wunderliches wunder
geschieht nichts falsches
und mit dem ausbruch
wird die haftanstalt entlarvt
als illusion
entworfen von angst
und sicherheitsbedürfnis
stacheldraht ums herz
alles löst sich auf
nie war das gefängnis echt
gedankenkonstrukt
durch die tat befreit
in tat und wahrheit wachsend
und menschlich reifend
unheilig heilig
vom versteckspielen befreit
bin ich der ich bin
vor mir selber klar
in des lichts verdunkelung
frei und ohne arg
irdisch unirdisch
ohne trennung dies und das
tätig begnadet
tätigsein befreit
mutig risiken wagen
lebendig sterben
statt sterbend leben
todüberwindend sterben
frei in geist und herz
ich bin der ich bin
mal inhaftiert mal befreit
wandelnde wandlung
gehend ein und aus
durch mauern wie durch türen
wandeln herz und geist
ich sehe beide
mit dem körper ganz vereint
friedlich und befreit
buchstabenfluten
endlose begrifflichkeit
los des nichtwissens
dunkles wissen schafft
wissenschaft ohne ethik
vernichtet weisheit
wissend nicht wissen
nichtwissen wissen wähnend
der weg des menschen
stille wanderung
durch die präsenz der natur
herzenseinigung
vogelgezwitscher
in windrauschenden bäumen
geist weht wo er will
sinnende stille
wegesrandbegegnungen
kommunionen
das ewige du
begegnet im zeitlichen
zwischen mir und dir
du bist es der spricht
ich bin es der antwortet
beide wesen wir
ich wese dir zu
du west mir gegenüber
dann verwese ich
nicht ströme sind es
es sind menschen die strömen
wie stiften wir sinn?
die den gottesstaat
suchen sind die frustriert den
menschenstaat finden
nicht schurken sind es
es sind menschen die suchen
wie stiften wir sinn?
sonne und nebel
zwielichtige gestalten
liebende götter
jauche auf feldern
in die erde versickernd
verdampfend düfte
ich sitze und bin
am waldrand staunend und wach
die götter riechend
ich mache mich auf
den weg nach haus mit meiner
duftenden nase
die familie
beglückend mit duft
der zwielichtgötter
schneeflocken fallen
singend das winterschlaflied
die erde schützend
weisse schneekälte
stille und wärme schützen
tinte spricht davon
täter und opfer
aktion und passion
harmoniebrücke
die wahrheit ist leer
der weg ist frei von worten
das leben ist so
dem tod vertrauen
der alte weg zu freiheit
friede erlösung
ein körper ist da
hinfällig gegenwärtig
ein götterbote
ein gefühl ist da
bedürftig gegenwärtig
ein götterbote
die liebe ist da
vernünftig gegenwärtig
ein götterbote
ein gedanke ist da
vollmächtig gegenwärtig
ein götterbote
ende und anfang
wenn nicht erwacht und unfrei
krise und chance
haus der besinnung
gesinnungserinnerung
erlöschen lassen
gemeinschaft leben
welten die sich begegnen
berühren lassen




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